
Projektidee Gehölzmanagement
Einen besonderen Ansatz im Themenfeld Klimaschutz stellt das Gehölzmanagement dar, dass in der ILEK-Region im Herbst 2011 als Pilotprojekt gestartet ist.
Die Idee besteht darin, verschiedenen Flächeneigentümern die Pflegeleistung von Grün- und Gehölzstreifen (z.B. Straßenbegleitgrün, Wallhecken, etc.) kostenlos abzunehmen und die Arbeit aus der energetischen Verwertung des Gehölzschnitts zu finanzieren.
Die Arbeit erfolgt unter fachlicher Begleitung durch den aus Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen besetzten Beirat.
Das Pilotprojekt

Um die Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit zu erproben, wird das Gehölzmanagement seit 01.10.2011 für ca. fünf Jahre als Pilotprojekt getestet. Im Gegensatz zum eigentlichen Projekt gibt es folgende Unterschiede:
- Räumliche Eingrenzung: Das Pilotprojekt zieht vorerst nur den nördlichen Bereich der ILEK-Region NOL ein, auf die das Angebot nach erfolgreicher Pilotphase ausgedehnt werden soll.
- Die Flächeneigentümer sind festgelegt (5 Gemeinden, der Landkreis Osnabrück und der Zweckverband Hasetal) Später soll das System allen Flächeneigentümern (Landwirten, Vereinen, etc.) offen stehen
- Das Management und die Verwertung sind definiert.
Ziele
Zentrales Ziel ist der Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette und mit dem Gehölzmanagement wird ein Beitrag zum regionalen Klimaschutz geleistet. Aber auch darüber hinaus werden unterschiedliche Ziele verfolgt:
- regionale Wertschöpfung
- Klimaschutz durch CO2-Einsparung
- Arbeitsplätze schaffen und erhalten
- regionalen Holzmarkt aufbauen
- Erhalt der Kulturlandschaft
- Biotopverbände erhalten
- Tourismusentwicklung fördern
- Unabhängigkeit der Region erhöhen
- fachlichen Austausch moderieren
Akteure
Zentraler Bestandteil des Konzeptes ist, dass alle beteiligten Akteure aus der Region kommen um damit in allen Bereichen regionale Wertschöpfung zu erzielen.
Ideengeber ist der Landkreis Osnabrück. Entwickelt wurde das Projekt im Auftrag der ILEK-Lenkungsgruppe durch die Projektgruppe Gehölzmanagement, organisiert und unterstützt durch das Regionalmanagement.
Das Gehölzmanagement hat der Forsthof Artland übernommen, der als regionaler Akteur über die nötige Expertise verfügt und bereit ist, das wirtschaftliche Risiko im Rahmen des Pilotprojektes zu tragen.
Durch den Beirat Gehölzmanagement wird das Vorhaben fachlich beraten und begleitet. Der Beirat setzt sich zusammen aus Vertretern folgender regionaler Einrichtungen:
- LK Osnabrück - Untere Naturschutzbehörde
- Landwirtschaftskammer
- Landvolk
- Regionale Arbeitsgemeinschaft Naturschutz im Artland (RANA)
- Vertreter der am Pilotprojekt beteiligten Flächeneigentümer: (derzeit: Mitgliedsgemeinden Berge, Bippen, Kettenkamp, Nortrup, Quakenbrück / Landkreis Osnabrück - FD Straßen / Zweckverband Hasetal)
- Fachdienstleiter „Umwelt“ der ILEK-Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen
- LGLN RD Osnabrück
- Hochschule Osnabrück, Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur
- Gehölmanagement (Forsthof Artland)
- ILEK-Regionalmanagement
Finanzierung
Sas Gehölzmanagement finanziert sich ausschließlich durch die "Gehölz-Ernte" aus den Pflegemaßnahmen. Die Wirtschaftlichkeit ist eines der Untersuchungsziele des Pilotprojektes.
Eine Förderung seitens der Kommunen oder anderer Stellen ist nicht vorgesehen. Das Gehälzmanagement ist mit dem Ziel der regionalen Wertschöpfung konzipiert.
Pressestimmen
Vertragsunterzeichnung der ersten Partner in der Pilotphase im Rahmen der ersten Sitzung des Beirates Gehölzmanagement - 23.11.11 Bersenbrücker Kreisblatt
Das Gehölzmanagement startet - Bericht über Ziele und beteiligte Akteure des neuen Ansatztes regionaler Wertschöpfung - 01.11.11 Bersenbrücker Kreisblatt










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